Cabarete – DomRep-Tanzreise trifft auf Hotspot für Kitesurfer
Es ist schon dunkel, bis wir in Cabarete an der Nordküste ankommen, unserem zweiten Stopp auf der Tanzreise durch die Dominikanische Republik. Unsere Unterkunft ist aber ganz leicht zu finden, denn sie befindet sich direkt an der Hauptstraße. Nur mit dem lang ersehnten Bad im Meer müssen wir uns noch etwas gedulden. Aber wir bleiben ja 5 Nächte hier, insofern haben wir da keinen Stress. Wir laden das Gepäck aus und lassen es uns aufs Zimmer bringen, denn einen Aufzug gibt es hier leider nicht. Am Abend ziehen wir noch los um ein wenig Cabarete kennenzulernen und die Umgebung zu erkunden. Zunächst laufen wir das Hotel ab und sehen uns den hoteleigenen Strand an. Von dort aus ziehen wir weiter. Es gibt tolle Restaurants am Strand und sogar eine italienische Eisdiele entdecken wir. Sie haben eine Sorte, die ich so nicht kenne: Cocos-Eis mit Schokolade. Sieht aus wie Stracciatella und schmeckt ein bisschen wie Bounty – ein Gedicht! Wir spazieren noch eine ganze Weile den Strand entlang, bevor wir schließlich zurück ins Hotel gehen.

Am nächsten Tag probieren wir das abwechslungsreiche Frühstück. Es gibt eine Eierstation, Granola, Joghurt, verschiedene Brotsorten (auch glutenfrei), Wurst, Käse, frisches Obst, Kaffee, Kakao etc. Viele andere Gäste im Hotel sprechen auch deutsch, einige kommen schon seit vielen Jahren in dieses Hotel, das früher deutsche Besitzer hatte. Das hat sich inzwischen zwar geändert, aber das Management ist immer noch deutsch. Die überdachte Terrasse befindet sich direkt am Strand, wir können aber auch einen der Tische im Sand wählen. Wir entspannen anschließend am goldgelben Sandstrand und springen auch endlich ins Meer. Am Strand laufen einige Verkäufer entlang, die Larimar-Imitate (Vorsicht ist geboten!), Kunst und Souvenirs verkaufen.
DomRep Tanzreise mit grandioser Aussicht
Am Nachmittag treffen wir uns vor dem Hotel und laufen gemeinsam zum Tanzkurs. Die Tanzschule befindet sich oberhalb einer Bar direkt am Strand, die wir bei unserem gestrigen Spaziergang schon entdeckt haben. Der Ausblick ist phänomenal! Im Wasser sehen wir einige Kitesurfer, die die angenehme Brise nutzen um ihre Tricks vorzuführen. Wir lernen unsere Tanzlehrer César, Estefany und Lyonel kennen. Es ist super, dass wir hier sogar drei Tanzlehrer haben, so entsteht kein Leerlauf. Wir teilen uns nach Können in zwei Gruppen auf. Nach einem kurzen Aufwärmtraining beginnen wir mit Bachata, die nächste Tanzstunde ist dann Salsa. Wir tanzen hier sowohl Salsa LA-Style als auch Salsa Cubana. Ich habe bisher nur ganz selten mal bei einer Rueda de Casino mitgemacht, aber sonst nicht viele Berührungspunkte mit Salsa Cubana gehabt. Mein Lieblingsstil ist und bleibt LA-Style, glaube ich. Vor allem Lyonel behrrscht den auch sehr gut und legt viel Wert auf Ladystyling und motiviert uns zu ausladenden Armbewegungen. Er führt das auch wunderbar vor, wenn er sich von César führen lässt. Am Abend findet in der Bar unten ein Tanzabend statt, auf den wir uns schon freuen!

Wir treffen uns am Abend vor dem Hotel und laufen zur Bar. Nach einer kurzen Taschenkontrolle am Einlass betreten wir auch schon die Tanzfläche. Es gibt zwei Bars um die Tanzfläche herum, eine links und eine rechts. Wir finden ein Plätzchen für unsere Sachen, bestellen ein paar Drinks und beobachten die Leute. Die Atmosphäre ist gelassen und es läuft gute Musik. Wir werden abwechselnd zum Tanzen aufgefordert, während unser Hahn im Korb selbstständig unterwegs ist und sowohl mit Touristinnen als auch Dominikanerinnen tanzt. Unsere Tanzlehrer sind auch da und fordern uns ebenfalls ein paar Mal zum Tanzen auf. Mir scheint, dass sie sehr darauf bedacht sind, mit allen Tanzschülern gleich oft zu tanzen und niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Vielleicht eine imaginäre Strichliste im Kopf? Wer weiß 😉 Es kommt jedenfalls niemand zu kurz. Wir haben viel Spaß und fallen nach ein paar Stunden erschöpft ins Bett.
Schlechtes Wetter – na und?
Bei der DomRep Tanzreise erwartet dich nur gutes Wetter! Echt? Naja, fast. Letzte Nacht hat es auf unserem Heimweg plötzlich angefangen zu regnen und auch den ganzen nächsten Tag windet und regnet es ordentlich. Den Vormittag verbringen wir daher größtenteils entspannt im Zimmer. Im Hotel gibt es praktischerweise Regenschirme zum Ausleihen und so kommen wir einigermaßen trocken zum Tanzunterricht. Unsere super Aussicht von der Tanzterrasse hat sich in eine feuchte Angelegenheit verwandelt. Zum Glück ist die Fläche groß genug, sodass wir uns in den hinteren Bereich zurückziehen und dort tanzen können. Wir teilen uns wieder in zwei Gruppen auf. Zum Aufwärmtraining gibt es Merengue, dann geht es weiter mit Bachata. Bei Bachata Tradicional / Bachata Dominicana wird viel Wert auf Footwork, also Fußarbeit gelegt. Da werden ganz viele Zwischenschritte eingebaut. Wenn man genau hinhört, kann man in einigen Liedern auch den passenden Takt dafür erkennen. In Europa wird meist Bachata Moderna oder Bachata Sensual unterrichtet.
Im Salsa-Unterricht üben wir heute ein paar Grundlagen der Rueda de Casino. Mir gefällt daran, dass es sehr dynamisch ist und dass die Frau nirgends „hinirren“ muss, sie lässt sich beim Partnertausch einfach vom nächsten Mann abholen. Wir üben natürlich auch noch ein bisschen mehr Salsa auf Linie. Am Ende haben wir natürlich wieder die Gelegenheit alles zu filmen, damit es uns noch lange in Erinnerung bleibt und wir es immer wieder nachtanzen können. Am Abend findet eine Tanzparty in einem anderen Restaurant statt, das noch näher an unserem Hotel ist. Da es immer noch regnet ist das ganz gut so. Die Location ist ein bisschen wie ein Foodcourt aufgebaut, man kann aus verschiedenen Lokalen wählen und das Essen wird an den Tisch gebracht. In der Mitte befindet sich die großzügige überdachte Tanzfläche. Es ist angenehm hell beleuchtet, sodass ich ein paar gute Fotos und Videos machen kann. Wir essen lecker, lernen ein paar nette Leute kennen und tanzen viel. Ein gelungener Abend, trotz des Wetters!
Cabarete ohne Mietwagen geht ganz einfach
Für mich ist es das erste Mal, soviel Zeit in Cabarete zu verbringen. Bisher war ich nur mal kurz zu Besuch an diesem Ort. Alles ist bequem fußläufig erreichbar, was echt klasse ist. Den Mietwagen lassen wir daher tagelang ungenutzt vor dem Hotel stehen. Direkt gegenüber des Hotels befindet sich eine Wechselstube und noch eine Filiale der gleichen Eisdiele, die jedoch irgendwie ungünstigere Öffnungszeiten hat. Jedenfalls ist sie nie offen, wenn wir Lust auf ein Eis haben… Ganz in der Nähe ist außerdem auch ein Waschsalon, was sehr praktisch ist, da sich inzwischen doch schon einiges angehäuft hat. Hier wird die Wäsche nach Gewicht bezahlt und ich kann sie direkt am nächsten Tag wieder fein säuberlich gefaltet abholen – perfekt! Einen großen Supermarkt sucht man hier vergebens, doch auf dem Weg zur Tanzschule gibt es ein paar Colmados, kleine Tante-Emma-Läden in denen es allerlei Obst, Gemüse, Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen gibt. Es gibt sogar Ginger Beer in der Dose und eisgekühlt, was ich richtig lecker finde, vor allem nach dem Tanzkurs.
Am dritten und leider auch schon letzten Tag mit Tanzunterricht der DomRep Tanzreise in Cabarete verfeinern wir nochmal das Gelernte und fügen ein paar neue Figuren hinzu. Bevor wir beginnen, machen wir jedoch erstmal noch ein Gruppenfoto. Im Bachata-Kurs lernen wir noch ein paar neue flotte rhythmische Fußbewegungen. Ich hätte nie gedacht, dass ich Bachata mal so körperlich anstrengend finden würde. Immerhin auf eine gute Art 😉 Da die Tanzschule eigentlich den Schwerpunkt auf Salsa Cubana legt, üben wir heute wieder hauptsächlich Rueda de Casino, was viel Spaß macht. Am Abend findet wieder eine Tanzveranstaltung in der Bar unten statt. Diese Gelegenheit lassen wir uns natürlich nicht entgehen! Während unser Quotenmann mit seiner Tanzlehrerin tanzt, legen wir mit unseren Tanzlehrern eine flotte Rueda aufs Parkett, bei der sich sogar noch ein weiteres Paar anschließt und mitmacht. Tanzen ist für mich einfach pure Lebensfreude!
Tagesausflug nach Puerto Plata

Der 9. Tag der DomRep Tanzreise ist tanzfrei, denn heute haben wir einen Tagesausflug in das nahegelegene koloniale Städtchen Puerto Plata geplant. Unser Mietwagen freut sich, denn er bekommt auch endlich mal wieder ein bisschen Auslauf. Zunächst fahren wir auf den Berg Isabel de Torres. Die Seilbahn, die eigentlich hinauf fährt, ist leider seit mehreren Monaten und voraussichtlich auch noch ein paar Jahre wegen Renovierungsarbeiten außer Betrieb. Doch die steile, gut asphaltierte Straße bringt uns zuverlässig hinauf. Von hier aus haben wir einen super Überblick über ganz Puerto Plata und das Meer. An der Spitze befindet sich eine Kuppel auf der eine Christus-Statue „Christo Redentor“ emporragt, ähnlich wie auf dem Zuckerhut in Brasilien.
Wir spazieren entlang der Mauer und genießen die unterschiedlichen Ausblicke auf die Stadt, die Festung und den Hafen, die sich uns bieten. Im Anschluss erkunden wir den Botanischen Garten ausführlich. Es gibt eine kleine Höhle zu entdecken, eine kleine nachgebaute typische Farm, zahlreiche Blumen, Farne und Bäume. Unser Mann lässt sich noch zu einem Tänzchen mit Dominikanerinnen auf dem Vorplatz hinreißen. Nach einem Besuch im Inneren der Kuppel bei den zahlreichen Souvenir-Ständen treten wir die Fahrt bergab an. Kaum haben wir die ersten Meter zurückgelegt, sehen wir auch schon, wie die Wolken zuziehen und die Spitze des Berges komplett umhüllen. Wir hatten also ein perfektes Timing und haben alles richtig gemacht.
Sightseeing mit Festung, Amphitheater und Bernsteinmuseum

Unser nächster Stopp ist an der Festung „Fortaleza de San Felipe“ mit Blick aufs Meer, die früher zum Schutz von Puerto Plata vor Piraten diente. Im Eintrittspreis ist ein ausführlicher Audio-Guide enthalten und wir machen viele Fotos. Heute liegen auch zwei Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Puerto Plata vor Anker, die wir von der Festung aus sehen können. Wir spazieren am Amphitheater vorbei und gehen zurück zum Auto.
In der Innenstadt von Puerto Plata finden wir einen Parkplatz ganz in der Nähe des Bernsteinmuseums. Von hier aus können wir fast alles bequem zu Fuß erreichen. Doch zuerst schauen wir uns noch das Museum selbst an. Es befindet sich in einem wunderschönen Gebäude im Kolonialstil. Das Logo erinnert an Jurassic Park. Drinnen gibt es viele spannende Exponate, unter anderem in Baumharz bzw. Bernstein eingeschlossene Samen, Blätter und auch Tiere. Zu den Highlights gehören blauer Bernstein, der nur mit einer Lampe sichtbar wird sowie ein kleiner Gecko oder sogar ein Moskito. Das mit der Stechmücke kommt dir bekannt vor? Aus diesem Museum stammt ursprünglich das Stück, das die Filmreihe zu Jurassic Park inspiriert hat und auch darin vorkommt. Im Gegenzug dazu erhielt das Museum die Nutzungsrechte am Logo. Das war ein ziemlich guter Deal, wenn man berücksichtigt, dass Bernstein vor den Filmen deutlich weniger wert war und das Stück damals nichtmal 5 Dollar gekostet hätte. Wusstest du, dass es in der Dominikanischen Republik auch mehrere Bernstein-Minen gibt? Viele davon sind an der Nordküste zu finden, doch auch im Nationalpark Los Haitises gibt es Bernsteinvorkommen.
Ein Stück Österreich in der Dominikanischen Republik
Unser nächstes Ziel ist die Innenstadt von Puerto Plata. Der weitläufige Zentralplatz ist bereits ganz

weihnachtlich geschmückt. Auf einer Seite befindet sich die Heladeria Mariposa, eine österreichische Eisdiele, die auch eine leckere Kuchen- und Tortenauswahl bietet. Ich glaube, dass so ziemlich jeder, der deutsch spricht und nach Puerto Plata kommt, schon mindestens einmal dort war. Natürlich erklimmen wir auch die Aussichtsterrasse und machen ein paar schöne Fotos.
Jetzt wird es knallig: Wir gehen zum Paseo de Doña Blanca, der pinken Straße. Puerto Plata hat sich selbst als „most instagrammable city“ des Landes ernannt und wird diesem Ruf auch durchaus gerecht. Die pinke Straße ist genau das – pink. Fast alles ist darin pink. Bis auf die Pflanzen und die Statue der namensgebenden Doña Blanca, die auf einer Bank sitzt und zu einem Päuschen einlädt. Sie errichtete bereits Ende des 19. Jahrhunderts das erste Hotel der Stadt und öffnete sie so für den Tourismus. Trotz der Kreuzfahrtschiffe ist erfreulich wenig los, die meisten Passagiere sind wohl zum Glück bereits zurück an Bord. So menschenleer erwischt man die Straße in der Tat eher selten.
Zahlreiche Fotos mit buntem Hintergrund
Nicht weniger „instagrammable“ ist die farbenfrohe Straße der Sonnenschirme.

Zahlreiche aufgespannte bunte Sonnenschirme spenden hier Schatten und sorgen für eine tolle Atmosphäre. Auf jeder Seite gibt es ein paar schnucklige Läden, sowie Getränke und Snacks zu kaufen. Wir lassen uns die Chance nicht entgehen Fotos mit den großen bunten Engelsflügeln zu machen, die sich zu Beginn der Sonnenschirm-Straße befinden. Insgesamt haben wir am heutigen Tag wohl alle sehr viele Fotos gemacht. Vollgeladen mit wunderschönen Eindrücken aus diesem zauberhaften Städtchen machen wir uns auf den Heimweg.
Zum Abschluss des Tages legen wir auf dem Rückweg noch einen Stopp für einen Spaziergang an der Playa Encuentro ein. Hier werden zahlreiche Kitesurf-Wettbewerbe wie der „Master of the Ocean“ ausgetragen. Bei unserem Besuch war jedoch kaum etwas los und wir finden einen wunderschönen Naturstrand vor. Somit verabschieden wir uns auch schon aus Cabarete, denn morgen fahren wir bereits zu unserem letzten Ort der DomRep Tanzreise nach Las Terrenas auf die wunderschöne Halbinsel Samaná.
Doch darum geht es erst in Teil 3 meines Erfahrungsberichts zur DomRep Tanzreise. Er wird bald veröffentlicht… sei gespannt!
Du hast Lust bekommen, mit dabei zu sein? Hier kannst du dich zur Gruppen-Tanzreise anmelden!


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